Main Coon – die sanften Riesen unter den Katzen

Die Main Coon Katze ist unbestritten die größte Rasse unter den Hauskatzen. Die Katzen werden in der Regel 5 bis 7 Kilogramm schwer, während die Kater ein durchschnittliches Gewicht von 6 bis 9 Kilogramm auf die Waage bringen. Besonders große Exemplare können sogar ein Gewicht von 12 Kilogramm erzielen und eine Länge von etwa 1,20 Metern Schwanzspitze bis zur Schnauze aufweisen. Die Tiere zeichnen sich durch einen kräftigen Knochenbau und einen muskulösen Körper aus, die weiterhin zu ihrem massigen Aussehen beitragen.

Im Verhältnis zum Körper ist der Kopf eher klein, zeichnet sich jedoch durch ein starkes Kinn und hoch angesetzte Wangenknochen aus. Die großen, intelligent blickenden Augen der Katze sind oval und stehen leicht schräg. Die Main Coon gehören zu den Halblanghaarkatzen und haben ein sehr dichtes Fell mit viel Unterwolle. Besonders fällt der dichte, buschige Schwanz aus. Im Winter ist das Fell noch wesentlich üppiger, als im Sommer. Das Fell der Main Coon ist außerdem wetterfest und bietet den Tieren auch bei Regen und Kälte ausgezeichneten Schutz. Wir gut die Main Coon Katzen für Winterwetter ausgestattet sind, beweisen auch die Fellbüschel zwischen den Zehen, die den Katzen dabei helfen, sicher über Schnee zu laufen.

Bei den Katern ist oft eine Halskrause aus dichten, langen Haaren zu beobachten, die ihnen einen imposanten Auftritt verleiht. Die Katzenrasse kommt in einer Vielzahl von verschiedenen Farben vor und auch bei der Augenfarbe gibt es zahlreiche Variationen. Blaue Augen sind bei der Main Coon jedoch sehr selten.

Wesensart der Main Coon Katzen

Main Coon Katze

Main Coon Katzen gelten als ausgeglichen und unkompliziert. Sie lieben die Nähe ihres Menschen und kommen in der Regel auch mit anderen Tieren gut aus. Auch im Umgang mit Kindern sind sie liebevioll und vorsichtig, so dass sie sich wunderbar als Familienkatze eignen. Doch bei aller Anhänglichkeit sind sie keine Schoßkatzen. Sie sind gerne selbständig und begleiten ihre Menschen aus eigenem Antrieb bei allen Aktivitäten im Haus. Auffällig ist bei der Main Coon eine ausgeprägte Neigung, die Pfoten einzusetzen. In der Regel nehmen die Katzen ihr Futter zunächst mit der Pfote auf. Sie können auch lernen, ihre Pfoten einzusetzen, um beispielsweise eine Tür zu öffnen.

Die Tiere sind auch gerne am Wasser. Zwar schwimmen sie nicht unbedingt gerne, sind aber stets zum Spiel am Wasser oder zum Angeln bereit. Auffällig ist auch ihr Wunsch, an den Unterhaltungen der Menschen teilzunehmen. Mit einer Reihe von unterschiedlichen Gurrlauten lassen sie gerne ihre Meinung hören. Immer wieder verblüfft dabei ihre sanfte, zarte Stimme, die so gar nicht zu dem großen Körper passen zu scheint. Die Tiere sind nur ungern allein und brauchen den Kontakt zu ihrem Menschen. Deshalb sind sie für einen Haushalt, in dem alle Mitglieder berufstätig sind, auch eher ungeeignet.

Haltung und Pflege der Katzenrasse

Um das Fell der Main Coon stets prachtvoll zu erhalten, sollte man die Katze regelmäßig bürsten. Besonders, wenn das Fell im Frühjahr gewechselt wird, ist tägliches Bürsten angesagt. Damit vermeidet man einerseits, dass sich auf Sesseln und Teppichen viele Katzenhaare ansammeln und trägt andererseits auch dazu bei, dass die Katzen nicht zu viele haare aufnehmen, wenn sie sich putzen. Formen sich Haarballen im Magen, so werden diese nämlich in der Regel erbrochen.

Main Coon Katzen sin intelligent und möchten beschäftigt werden. Sie haben außerdem einen starken Jagdtrieb und sind ausgezeichnete Jäger. Darum eignen sich die Katzen auch besonders als Freigänger. Sie können jedoch auch ausschließlich in der Wohnung gehalten werden. In diesem Falle brauchen sie jedoch viel Anregung, um ausgelastet und ausgeglichen zu sein. Ein Kratzbaum und verschiedene Spielzeuge tragen dazu bei, dass die Katzen sich beschäftigen können. Bei der Anschaffung des Kratzbaums gilt es, das Gewicht der Tiere zu berücksichtigen und ein stabiles Modell zu kaufen, das auch entsprechend verankert werden kann. Main Coons lieben Intelligenzspiele, bei denen sie fummeln und kniffeln können und sich im geschickten Einsatz ihrer Pfoten üben. Müssen die Tiere einmal allein in der Wohnung verbleiben, so kann sie ein solches Spielzeug unter Umständen davon ablenken, dass keine Gesellschaft zu finden ist.

Die Entwicklung der Main Coon geht sehr langsam voran. Erst mit 18 Monaten ist das Fell in seiner erwachsenen Form ausgebildet und die volle Körpergröße erreichen die Katzen erst mit drei Jahren.

Wenn man die Main Coon Katze kauft, ist es sehr wichtig, einen verantwortungsbewussten Züchter zu wählen. Durch Inzucht und das Bedürfnis der Züchter, besonders große Katzen zu züchten, sind viele Tiere nämlich mit der Tendenz zu gewissen Krankheiten belastet. Herzmuskelerkrankungen, Hüftgelenksdysplasie , spinale Muskelathropie und einige Nierenerkrankungen gehören zu den Leiden, für die Main Coons anfällig sind und die dazu beitragen, die Lebenserwartung der Tiere erheblich zurückzusetzen. Deshalb sollte man sich beim Züchter auch unbedingt über die Gesundheit der Eltern des Tieres erkundigen. Generell gilt es, dass es wichtiger ist, ein gesundes Kätzchen zu kaufen als eines, das besonders groß oder schön ist.

So entstand die Katzenrasse

Die Main Coon Katzen gibt es schon seit langer Zeit. Sie entwickelte sich zunächst als typische Bauernhofkatze im US amerikanischen Bundestaat Maine. Sie wurde Als zuverlässiger Jäger geschätzt und galt mit ihrer robusten Konstitution als ausgezeichnetes Nutztier auf den Farmen. Es steht fest, dass die Main Coon bereits seit 1850 in ihrer heutigen Form existiert. In Maine wurde sie schon zu dieser Zeit auf Ausstellungen präsentiert und ist damit eine der ältesten Katzenrassen, die auf derartigen Events geseigt wurden. Zwar war die Katzenrasse bereits im Jahr 1900 über die Grenzen von Maine hinaus bekannt, geriet jedoch bald in Vergessenheit, da viele Katzenfreunde exotischeren Rassen den Vorzug gaben. So wurde sie zunächst auch nicht als Rassekatze anerkannt.

Erst im Jahr 1960 begannen neue Bemühungen, um die Main Coon zur Rasse zu erheben. Dennoch dauerte es bis zum Jahr 1976, dass die große Farmkatze vom amerikanischen Dachverband als Katzenrasse zugelassen wurde. In Europa mussten die Main Coons sogar bis in die achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts warten, um Bekanntheit zu erzielen. Heute jedoch gelten die liebenswürdigen Riesen in den USA ebenso wie in Europa zu den beliebtesten Katzenrassen und haben in vielen Familien ein liebevolles Heim gefunden.

Die Main Coon Katze – Wo kommt Sie her?

Die Main Coon Katze ist schon seit langem in Nordamerika heimisch und gehört zu den ältesten amerikanischen Katzenrassen, die natürlich vorkommen. Es ranken sich viele Geschichten um die Entstehung dieser Katzenrasse, in denen die Theorie aufgestellt wird, dass die Katze aus einer Paarung zwischen Wildkatzen und Waschbären hervorging. Zwar lässt sich der Gedanke nachvollziehen, da die Main Coon Katze tatsächlich einem Waschbär, oder im Englischen “Racoon” ähnelt, doch ist es genetisch nicht möglich, dass sich diese beiden unterschiedlichen Tierarten gepaart haben. Wahrscheinlich ist hingegen, dass die Rasse aus einer Verpaarung von amerikanischen Kurzhaarkatzen mit eingewanderten Langhaarkatzen entstand.

Die Main Coon – größte Katze der Welt

Die Main Coon Kater erreichen leicht ein Gewicht von 10 kg, während die Weibchen nur etwa 6 kg schwer werden. Der ausgewogene, rechteckig geformte Körper wirkt massiv, wozu natürlich auch das dichte Fell mit den halblangen Haaren beiträgt. Der buschige Schwanz ist mindestens genau so lang wie der Körper. Auffällig sind bei der Katze auch die große runden Augen, die ungewöhnlich ausdrucksstark sind. Die Augen können von Grün und Orange bis zu Blau alle Farben haben und auch die Fellfarben sind sehr vielfältig. Das dichte Fell der Katzen ist wasserabweisend und schützt die Katze effektiv vor Schnee und Kälte.

Menschenbezogene, freundliche Riesen

Die großen Main Coon Katzen wirken mit ihren buschigen Fell und ihrem muskulösen Körper auf den ersten Blick wild. In der Tat sind sie jedoch sanftmütig und verspielt. Sie lieben es, ihren Menschen auf Schritt und Tritt zu begleiten und sind nicht gerne alleine. Sie erhalten sich ihren Spieltrieb bis ins hohe Alter hinein und erfreuen den Menschen immer wieder mit ihren Späßen. Sie sind auch im Umgang mit Kindern sanft und umsichtig und vertragen sich in den meisten Fällen auch mit anderen Haustieren ausgezeichnet. Daher werden sie auch als ideale Familienkatze angesehen.

Die Main Coon Katze – große Hauskatzen mit Temperament

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