Die Katze – ein Schmusetiger mit eigenem Willen

Die Katze gehört bei uns zu den beliebtesten Haustieren. Mit samtigen Pfoten, weichem Pelz und liebevollem Schnurren haben sich die Tiger in Kleinformat einen festen Platz im Herzen der Tierfreunde erobert. Es gibt inzwischen sogar einen internationalen Katzentag, der jedes Jahr am 8. August gefeiert wird. In der Tat ist die Katze schon seit mehr als 11.000 Jahren Begleiter des Menschen und geschätztes Haustier. Doch ist ihr Charakter auch heute noch selbständig und unabhängig.

Sie erwartet, ja verlangt vom Menschen gefüttert zu werden und gibt dafür nur wenig von sich selbst. Sie lässt sich gerne streicheln, aber nur wenn ihr danach zumute ist. Die Katze ordnet sich nicht unter und erkennt ihren Menschen nicht als Leittier an. Darum gehorcht sie auch nicht gern und lebt lieber nach ihren eigenen Regeln. Katzen können sogar eines Tages entscheiden, dass es Zeit ist, ihren Besitzer zu verlassen und für immer verschwinden. Dennoch lieben wir diese stolzen, unabhängigen Tiere und viele Katzenfreunde können sich ein Leben ohne die eigensinnigen Vierbeiner nicht vorstellen.

So kam der Mensch zur Katze

Katze

Als die einstigen Sammler und Jäger der Steinzeit sich sesshaft machten, begann sich auch die Katze, die wild in den Wäldern lebte, für das Leben unter Menschen zu interessieren. Sie näherte sich den Siedlungen und ernährte sich zunächst von Resten. Zusätzlich profilierten sie sich als ausgezeichnete Mäusefänger, da sie mit ihrer Schnelligkeit und Präzision solchen Plagen schnell Herr werden konnten. So machten sie sich bald unentbehrlich und wurden bereits von den Steinzeitmenschen geschätzt. So begann das Zusammenleben von Mensch und Katze, das über die Jahrhunderte angedauert hat.

Einen ganz besonderen Status erhielten die Katzen im alten Ägypten. Sie hielten die umfangreichen Kornspeicher von Mäusen frei und trugen so zum Reichtum des Landes bei. Dafür verehrten die Ägypter ihre Katzen. Es gab sogar eine Katzengöttin, Bastet, der auch Katzenopfer gebracht wurden. Zahlreiche Katzenmumien sind bis heute erhalten.
Schließlich gelangten die Katzen auch nach Europa, wo sie sich mit der einheimischen Wildkatze vermischten. Sie wurden im römischen Reich als Luxustiere geschätzt und wurde später auch als Haustier gehalten, dessen Aufgabe die Vernichtung der Mäuse war. In Germanien waren zu dieser Zeit Hauskatzen noch nicht bekannt. Dennoch wurden den Wildkatzen verehrt und galten als Symbol der Fruchtbarkeitsgöttin Freya.

Doch mit der Christianisierung beginnen schlechte Zeiten für die Katze. Die Tiere werden als Begleiter von Teufel, Dämonen und Hexen betrachtet und manchmal sogar auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Erst im 19. Jahrhundert konnten die Katzen sich wieder einigen Ansehens erfreuen. Heute sind sie längs beliebte Haustiere geworden, die mit ihrem stolzen Wesen und majestätischem Auftreten immer wieder faszinieren.

Auch bei Katzen gibt es Rassen

Katze ist nicht gleich Katze. Es gibt heute zahleiche verschiedene Katzenrassen, die im Lauf der Jahrzehnte international gezüchtet wurden. Sie unterscheiden sich nicht nur in ihrem Äußeren, sondern haben auch unterschiedliche Charaktereigenschaften. Wenn man sich dazu entscheidet, eine Katze zu kaufen, so lohnt es sich, einmal die einzelnen Rassen gründlich zu studieren. Auf diese Weise ist es möglich, einen Hausgenossen zu erhalten, der die eigenen Erwartungen so weit wie möglich erfüllen kann. Einige Rassen sind beispielsweise für ihre Anhänglichkeit bekannt und eignen sich als perfekte Schmusekatzen.

Dazu gehören die verspielten Balinesen ebenso wie dir ruhigen Perserkatzen und die edlen Siamesen, die stets Körperkontakt suchen. Es gibt viele Katzen, die sich als Freiläufer am wohlsten führen und die Wohnung gerne auf unbegrenzte Zeit verlassen. Andere Katzen wiederum sind durchaus zufrieden mit dem Leben in den vier Wänden und zeigen kaum den Trieb, die Außenwelt zu erkunen. Dazu gehören Abessinier, Perser und auch Main Coon Katzen, die sich besonders gut für Berufstätige eignen, da sie sich über viele Stunden hinaus mit sich selbst beschäftigen können.

Typische Verhaltensweisen der Katze

Oft werden die Katzen als unnahbare Einzelgänger bezeichnet. In vielen Fällen erweist sich im Zusammenleben mit Katzen, dass die Tiere anhänglich sind und durchaus auch mit ihrem Menschen kommunizieren. Um sie jedoch zu verstehen, muss man die spezifische Sprache der Vierbeiner kennen, di oft subtiler und daher schwerer zu verstehen ist, als beispielsweise die oft temperamentvolle Art der Hunde. So lässt sich schon aus dem Blick der Katze vieles deuten. Sind die Augen der Katze weit geöffnet und bedeutet das in der Regel, dass die Katze in friedlicher Stimmung ist und Vertrauen zu ihrer Umgebung hat.

Halb geschlossene Augen im wachen Zustand hingegen bedeuten schwindendes Vertrauen und leicht aggressive Stimmung. Sieht die Katze ihren Menschen an und zwinkert dabei betont und langsam, so kann man das mit einem menschlichen Lächeln vergleichen. Zwinkert man zurück, so wird die Katze diese Geste auch beim Menschen verstehen. Auch aus der Körpersprache der Katze kann man vieles deuten. So drückt das Reiben mit dem Kopf, das auch als Köpfeln bezeichnet wird, ein Zugehörigkeitsgefühl. Ein Anheben der Pfote signalisiert, dass die Katze erregt ist und ein Schlag mit der Kralle folgen kann. Der bekannte Katzenbuckel kann zweierlei bedeuten. Im Normalfall deutet er an, dass sich die Katze wohl fühlt. Nimmt sie diese Position jedoch gegenüber einer anderen Katze ein, die sie von der Seite sieht und sträubt dabei noch das Fell, so handelt es sich um ein Imponiergehabe.

Sinnesorgane der Katze

Die meisten Sinnesorgane der Katze sind stark ausgeprägt und helfen ihr, sich in ihrer Umwelt zu orientieren. Der Gehörsinn der Katze ist stärker ausgeprägt, als bei den meisten anderen Säugetieren. Die Katze hört in einem Bereich bis zu 100Khz, was es ihr ermöglicht, leise Geräusche von Beutetieren auch über Distanz zu vernehmen. Im Vergleich dazu hört der Mensch nur in einem Bereich bis zu 20 Khz.

Die Sicht der Katze ist anders gestaltet, als die des Menschen. Sie kann Bewegungen ausgezeichnet wahrnehmen und auch bei wenig Licht gut sehen. Dafür hat sie generell weniger Sehschärfe und kann auch Farben schlechter unterscheiden.

Der Geruchssinn dient ihr in erster Linie zum Erkennen von Nahrungsmitteln und zum Erkennen von Artgenossen. Bei der Jagd wird der Geruchssinn jedoch nicht eingesetzt. Ein hoch entwickelter Sinn bei Katzen ist der Tastsinn. Dabei spielen sowohl die Schnurrhaare an der Schnauze wie auch an anderen Körperstellen eine große Rolle.

Ein Schmusetiger mit eigenem Willen / Allgemeine Infos

Hier finden Sie jede Menge tolle nützliche Tipps bezüglich der Katzenerziehung.