• Von iris
  • in Katzenhaltung
  • Juli 29, 2020

Was Musik bei Katzen bewirkt

Gibt es das wirklich? Musik für Katzen? Für einige hört sich das nun ein wenig kurios an, andere hingegen kennen die Wirkung, die Musik auf die Stubentiger haben kann. Melodien bewegen nicht nur Menschen, sondern auch Tiere. Akustische Signale werden dabei unmittelbar in  ein Gefühl und auch in einer Erinnerung umgewandelt. Eben solche Wirkung hat die Musik auch auf unsere Fellnasen. Es gab sogar einige Studien dazu, wie sich die Melodien auf Haustiere auswirken können. Insgesamt zeichneten die Studien ein sehr positives Bild. Voraussetzung aber ist: Es wird die richtige Musik gespielt. Wer nun denkt, dass Katzen mit jeder Musikrichtung harmonisieren, der irrt. Wie auch beim Menschen, muss der richtige Klang und Geschmack getroffen werden.

Wie Katzen Musik wahrnehmen

Die Vierbeiner kennen wir in der Regel als perfekte Jäger, die dabei alle Sinne schärfen und ihre Beute im Nu in den Krallen haben. Sie nähern sich fast lautlos und schlagen dann unerwartet zu. Katzen sind dazu in der Lage, selbst die kleinsten Schwingungen wahrzunehmen. Sie verfügen also über ein wesentlich besseres Gehör, als wie wir Menschen. Gesunde Tiere können selbst den kleinsten Piep einer Maus hören, auch dann, wenn sie schlafen. Das wundert nicht, da diese Sinne im Freien überlebenswichtig sind, um nicht als leichte Beute für ihre Feinde zu enden.

Ihr Gehör ist besonders empfindlich. Schon beim Staubsauger können einige Katzen richtig ausrasten. Insgesamt ist ihr Gehör sogar noch empfindlicher und besser als wie bei Hunden. Die Stubentiger sind also eindeutig die besseren Wachhunde, da sie jedes noch so kleine Geräusch wahrnehmen. Die Ohrmuscheln bestehen aus 64 Muskeln, die sie unabhängig von einander in alle Richtungen drehen können, ohne dabei den Kopf bewegen zu müssen!

Frequenzbereich

Katzen gehören Geräusche, die wir gar nicht wahrnehmen würden. Der für uns hörbare Schall liegt von 16 Hz bis zu 20 kHz. Bei Katzen hingegen von 20 kHz bis zu 1,6 GHz. Ein noch besseres  Gehör haben Mäuse und Fledermäuse. Die Töne und Geräusche können selbst bei Dunkelheit blitzschnell zugeordnet werden. Die Ohrmuschel kann um bis zu 180 Grad gedreht werden. Kleine Härchen und Membranen leiten den Schall, der ins Trommelfell gelangt, ins Gehirn weiter. Doch die Musik, die Ihre Haustiere mögen, zu finden, ist nicht einfach.

Die richtige wirkt beruhigend. So setzen viele Tierärzte in den Praxen Musik als erfolgreiches Mittel ein, um Katzen bei der Untersuchung zu beruhigen. So kann sich selbst der Kampfkater beruhigen. Bewährt haben sich vor allem Entspannungsmusik und klassische Werke.

Darüber hinaus gibt es (zum Download oder auch als Kaufversion) Katzenmusik, die aus Schnurren und Herzschlägen besteht. Diese Töne sollen an die Zeit als Katzenbaby erinnern, wo die Geräusche der Katzenmama beruhigend wirkten. Hohe Tonlagen werden besonders gut aufgenommen. Also Töne, die eine Oktave höher liegen, als die menschlichen Töne. Violine und  Klavier sind bei den Vierbeinern besonders beliebt. Dynamik und Tempo sollten angepasst sein. 1000 Schläge pro Minute beträgt das Schnurren einer Katze. Lärm wie Techno oder Heavy Metal können Katzen hingegen nicht ausstehen.


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